Es ist allgemein bekannt, dass wahre Liebe zu anderen nur aus der tiefen Selbstliebe erwachsen kann, die uns die Fähigkeit verleiht, auch andere aufrichtig zu schätzen und zu lieben.
Doch viele Menschen, so auch ich, scheinen in gewisser Weise an einem Mangel an Selbstwertgefühl zu leiden.
Es fällt uns schwer, uns selbst zu lieben, weil wir glauben, so viele vermeintliche Makel zu haben, dass es unmöglich scheint, uns wirklich zu akzeptieren. Oder aber, wir lieben uns nur unter bestimmten Bedingungen – und genau so begegnen wir auch anderen, wenn wir in eine Beziehung treten.

Was also tun, wenn wir uns unserer Hindernisse auf dem Weg zur Selbstliebe bewusst werden? Ich möchte mit dir 10 Wege teilen, inspiriert von Louise Hays Buch „Heile dein Leben“. Zuerst erzähle ich dir, welche diese Wege sind, und dann erkläre ich dir Schritt für Schritt, warum sie so wichtig sind und wie du sie umsetzen kannst.
10 Wege, sich selbst zu lieben:
1. Hör auf, dich selbst zu beschuldigen
Sag dir, dass du schon gut genug bist. Aus Fehlern lernen wir und wachsen daran – sie sind die Stufen, auf denen wir unser Leben aufbauen. Wenn wir uns ständig für unsere Fehler bestrafen, gewöhnen wir uns an diese Strafe und es fällt uns schwer, besser zu werden.
2. Hör auf, dich selbst zu ängstigen
Wenn du dich dabei ertappst, wie du negative Gedanken oder Situationen in deinem Kopf wieder und wieder durchgehst, suche nach einem positiven Bild, zum Beispiel einer wunderschönen Landschaft oder einem farbenprächtigen Sonnenuntergang, um deine Gedanken umzulenken.
3. Behandle dich mit Freundlichkeit, Geduld und Nachsicht
Liebe dich jeden Tag ein bisschen mehr und festige so nach und nach deine neuen Wege der Selbstliebe.
4. Sei gut zu deinem Geist
Verurteile dich nicht für negative Gedanken. Sie sind keine Feinde, sondern Helfer auf deinem Weg. Nimm dir täglich ein paar Minuten Zeit, um Körper und Geist zu entspannen. Tiefes Atmen hilft – konzentriere dich beim Ausatmen und flüstere dir leise zu: „Ich liebe dich, alles wird gut.“
5. Lobe dich selbst
Lob stärkt unseren Geist. Fang mit kleinen Dingen an und sage dir: „Das hast du gut gemacht.“ Auch wenn du dich nur eine Minute lang loben kannst, halte daran fest.
6. Unterstütze dich selbst
Triff dich mit Freunden, lass dir von ihnen helfen. Es ist ein Zeichen von Stärke, um Hilfe zu bitten, wenn du sie brauchst. Wenn du ein Problem lösen musst, überlege, ob du einer Gruppe beitreten möchtest, die zu dir passt.
7. Liebe deine Unvollkommenheiten
Sie sind ein Teil von dir. Egal welche Schwierigkeiten du gerade durchmachst, erkenne, dass sie dir in gewisser Weise helfen, mit einer Situation umzugehen und deine Bedürfnisse, wenn auch auf negative Weise, zu befriedigen. Du kannst lernen, diese Bedürfnisse positiv zu erfüllen – etwa indem du lernst, „Nein“ zu Autoritätspersonen zu sagen. Versuche außerdem, den Humor zu bewahren, und schaue eine Komödie, wenn es dir schlecht geht.
8. Kümmere dich um deinen Körper
Es ist wichtig, was du in deinen Körper gibst. Vertraue darauf, dass es sicher ist, deine negativen Gefühle zu spüren und anzuerkennen. Finde Übungen, die dir Spaß machen und dir helfen, deine Stimmung positiv zu verändern.
9. Sieh dich im Spiegel an und sprich dir Mut zu
Jeden Morgen, wenn du aufwachst, schaue in den Spiegel und sage dir: „Ich liebe dich. Was kann ich heute für dich tun? Wie kann ich dich glücklich machen?“ Höre auf deine innere Stimme und folge ihrer Weisung. Wenn etwas Unangenehmes passiert, sage: „Trotzdem liebe ich dich.“ Wenn etwas Wunderbares passiert, sage: „Danke.“ Du kannst auch im Spiegel Dinge aussprechen, die du dich sonst nicht traust zu sagen.
10. Liebe dich jetzt
Sei jetzt zufrieden mit dir, liebe und akzeptiere dich – nicht erst, wenn du etwas richtig gemacht hast. Wir können andere nicht verändern, also lass sie einfach sein. Was wir tun können, ist, aus unseren Erfahrungen zu lernen. Wenn du mit einem sehr negativen Menschen zu tun hast, gib dir selbst positive Bestärkung: „Diese Person bemüht sich, sich zu ändern und ihr Bestes zu geben.“ Halte an positiven Erwartungen fest. Wenn diese Person jedoch trotz all deiner Bemühungen keine Veränderung zeigt, sei stark genug, dich von ihr zu lösen und dich selbst genügend zu lieben, um loszulassen.
Falls Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihre innere Ruhe finden können, empfehlen wir Ihnen auch diesen Artikel: „3 Elemente des Selbstmitgefühls: Sei gut zu dir selbst“.
Möchten Sie mehr über Methoden der Selbstfürsorge lernen, können Sie auch dieses Buch lesen: Prof. Dr. Sabine Hubbertz-Josat, Prof. Dr. Katharina Wick: Self Care – Sei gut zu dir: Achtsamkeit, Stressabbau, Lebensfreude fördern: Gesundheit und Wohlbefinden selbst in die Hand nehmen | Selbstfürsorge für jeden Tag.