Nervenschwäche ist eine Erschöpfung von Gefühlen und geistiger Energie. Angst ist dabei oft der Auslöser, der diese Erschöpfung hervorruft und aufrechterhält. Selbst wenn es scheint, als stünde das Schicksal gegen uns, kann Nervenschwäche überwunden werden – mit den drei Säulen Arbeit, Mut und Glaube, die uns niemals enttäuschen werden. Ähnlich wie bei Burnout Symptomen, die oft mit Angstzuständen einhergehen, helfen bewährte Selbsthilfemethoden wie das gezielte Abbauen von Stress und Strategien zur Behandlung von Angststörungen, innere Ruhe und Kraft wiederzufinden.
Arbeit, Mut u0026amp; Glaube
1.Arbeit: Mit gezielter Aktivität
Arbeit ist nicht nur eine Möglichkeit, zu überleben, sondern auch ein wichtiges Werkzeug, um innere Stärke zurückzugewinnen. Für Menschen mit Nervenschwäche und Burnout-Symptomen kann gezielte Aktivität helfen, sowohl psychische als auch physische Beschwerden zu lindern und gleichzeitig den Rhythmus des Lebens wiederzufinden.
Warum Arbeit wichtig ist:
Bei Nervenschwäche oder Symptomen eines Burn-outs kann übermäßige Freizeit das Gefühl von Unruhe und psychischem Druck verstärken. Jede Sekunde scheint sich endlos auszudehnen, was zu einer erheblichen emotionalen Anspannung führt.
Durch sinnvolle Tätigkeiten können wir unsere Aufmerksamkeit allmählich von Angst und Stress auf positivere Dinge lenken. Selbst alltägliche Aufgaben können eine wichtige Rolle dabei spielen, Selbstvertrauen wiederzuerlangen und die Emotionen zu stabilisieren.
Arbeit als Unterstützung nutzen:
- Akzeptanz von Einschränkungen:
Wenn Nervenschwäche aus der Angst vor beruflichem Scheitern resultiert, müssen wir die gegenwärtigen Einschränkungen akzeptieren, wie zum Beispiel die Tatsache, dass manche Aufgaben vorübergehend nicht bewältigt werden können. Dies ist keine Unfähigkeit, sondern ein Teil des Heilungsprozesses.„Wir müssen uns von dem Gedanken lösen, dass wir unseren Wert durch Problemlösungen beweisen müssen.“
Diese Haltung der Akzeptanz verringert den inneren Druck und hilft uns, Herausforderungen mit mehr Gelassenheit zu begegnen. - Kreative Tätigkeiten für den Alltag:
Für Hausfrauen oder Menschen, die lange zu Hause sind, kann es hilfreich sein, leichte und unterhaltsame Tätigkeiten auszuprobieren, wie zum Beispiel Blumenarrangements, Gartenarbeit oder die Pflege von Haustieren. Diese Aktivitäten machen das Leben bunter und unterstützen gleichzeitig den psychischen Heilungsprozess. - Gemeinsame Aktivitäten:
Es ist hilfreich, Tätigkeiten zu finden, die gemeinsam mit anderen erledigt werden können, wie zum Beispiel die Teilnahme an Gemeinschaftsprojekten oder Gruppenarbeiten. Soziale Interaktionen tragen dazu bei, das Gefühl der Isolation zu verringern und ermöglichen eine Unterstützung von außen, die hilft, Symptome wie Burnout-Schwindel zu lindern.

Worauf sollte man achten?–Burnout Symptome erkennen
Obwohl es wichtig ist, aktiv zu bleiben, sollte man auch vermeiden, unüberlegt nach Aufgaben zu suchen, nur um Leere zu füllen. Jede Aktivität sollte kontrollierbar und angenehm sein, nicht nur aus der Angst heraus, Leerlauf zu haben.
„Selbst ein erster kleiner Schritt – wie das Aufstehen vom Sofa – kann entscheidend sein.“
Im Heilungsprozess ist jeder kleine Fortschritt wertvoll und sollte anerkannt werden. Selbst wenn man zu Beginn nur wenige Sekunden lang eine Aufgabe bewältigen kann, ist dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verbesserung.
2.Mut: Angst überwinden
Mut ist der Kernfaktor bei der Bewältigung von Nervenschwäche. Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern die Bereitschaft, sich der Angst bewusst zu stellen und mit Entschlossenheit weiterzumachen.
Warum Mut entscheidend ist:
Angst ist der Hauptauslöser von Nervenschwäche und der Schlüsselfaktor, der die Symptome aufrechterhält. Ohne Mut, sich der Angst zu stellen, könnten wir in einem Teufelskreis gefangen sein: Die Angst vor den Symptomen verstärkt diese weiter und löst noch mehr Angst aus. Die Rolle des Mutes besteht darin, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Mut ist nicht angeboren, sondern kann entwickelt werden. Wenn wir zu uns selbst sagen: „Trotz Angst werde ich trotzdem voranschreiten“, ist das bereits eine enorme Kraft.
Wie man Mut entwickelt:
- Den Wunsch entwickeln:
Zuerst müssen wir den tiefen Wunsch entwickeln, mutig zu sein. Dieser Wunsch kann durch das Setzen eines Ziels oder einer Vision entstehen, zum Beispiel durch die Rückkehr zur Arbeit, das Entwickeln von Hobbys oder das Verbessern der Lebensqualität. - Auf das Ziel fokussieren:
Den Wunsch regelmäßig durchdenken, um ihn als Antrieb zu nutzen. Zum Beispiel könnte man sich fragen: „Ich möchte eine Person werden, die Herausforderungen ruhig gegenübertreten kann – könnte ich dann ein freieres Leben führen?“ - Entschlossenheit stärken:
Mit der Zeit wird dieser Wunsch allmählich zu fester Entschlossenheit. Wenn die Angst wiederkommt, können wir uns sagen: „Ich habe bereits diesen ersten Schritt gemacht, ich werde nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren.“
Besonders wichtig ist der folgende Punkt aus dem Originaltext:
„Wenn wir den Verlauf unserer Krankheit kennen, können wir uns fragen: Wie sollten wir Schwierigkeiten überwinden, wenn wir uns der Angst beugen? Und wenn wir erneut mit ähnlichen Problemen konfrontiert werden, sollten wir dieselbe Angst wieder die Kontrolle übernehmen lassen?“
Wenn wir erkennen, dass diese Angst nur eine vorübergehende Erfahrung ist, können wir viel entschlossener voranschreiten.
3. Glaube: Positive Einstellung und praktische Methoden
Glaube bedeutet, eine positive Haltung gegenüber der Möglichkeit der Besserung zu entwickeln und praktische Methoden zu ergreifen, um diesen Glauben zu stützen. Glaube muss nicht unbedingt religiöser Natur sein, sondern ist ein tiefes Vertrauen auf psychischer Ebene.
Die Beziehung zwischen Angst und dem Nervensystem:
Angst aktiviert unser sympathisches Nervensystem und löst eine Reihe von Stressreaktionen aus, wie zum Beispiel eine beschleunigte Herzfrequenz, schnelle Atmung und Muskelverspannungen. Ein längerer Aufenthalt in diesem Zustand führt sowohl zu körperlicher als auch geistiger Erschöpfung.
Wenn wir jedoch lernen, die Angst zu kontrollieren, beruhigt sich das Nervensystem, und sowohl Körper als auch Geist erfahren eine wahre Entspannung.
„Wir wissen, dass Angst der Hauptverursacher von Nervenschwäche ist. Ohne Angst wird das Nervensystem nicht überaktiv, es wird kein überschüssiges Adrenalin freigesetzt, das körperliche Symptome auslöst. Stattdessen werden wir innere Ruhe und Frieden erfahren – und in diesem Zustand ist Nervenschwäche nicht mehr möglich.“
Methoden, um Glauben zu entwickeln:
- Sanfte Bewegung:
Versuchen Sie moderate körperliche Aktivitäten wie Spaziergänge, Yoga oder leichtes Training, die helfen, Körper und Geist zu entspannen und die Stimmung zu verbessern. - Akzeptanz und Geduld:
Akzeptieren Sie den gegenwärtigen Zustand, anstatt gegen die Symptome zu kämpfen. Lernen Sie, den Heilungsprozess mit einer entspannteren Einstellung zu betrachten. - Unterstützungssystem:
Isolieren Sie sich nicht. Suchen Sie professionelle psychologische Beratung oder tauschen Sie sich mit unterstützenden Gruppen aus.

Darüber hinaus muss der Glaube auch durch Wissen und Methoden gestützt werden. Dr. Claire Weekes‘ klassische Methode – „Konfrontieren, Akzeptieren, Schweben, Warten“ **– bietet praktische Werkzeuge für die Wiederherstellung der Nervengesundheit. Diese Prinzipien lehren uns, uns selbst sanft zu behandeln, während wir schrittweise innere Ängste überwinden.
Umgang mit negativen Gefühlen:
„Einige Patienten fühlen, dass sie keinen positiven Glauben entwickeln können und empfinden die Prüfungen des Lebens als Strafe. Doch dieses Gefühl stammt nur aus der emotionalen Erschöpfung. Wenn wir dies erkennen, können wir möglicherweise große Erleichterung erfahren.“
Durch das Verständnis der Herkunft unserer Emotionen können wir das eigentliche Problem klarer erkennen und ihm gezielt begegnen.
Fazit
Nervenschwäche ist eine Herausforderung, aber sie kann überwunden werden. Die Prinzipien Arbeit, Mut und Glaube bieten eine starke Grundlage, um Ängste zu bewältigen und innere Stärke zurückzugewinnen. Mit Geduld und praktischen Methoden können Betroffene wieder ein ausgeglichenes und erfülltes Leben führen.
Quellenangabe:
Dieser Text basiert auf dem Buch Selbsthilfe für Ihre Nerven: Ein ärztlicher Ratgeber zur Überwindung der Angst und Wiedererlangung seelischer Kräfte von Dr. Claire Weekes: Selbsthilfe für Ihre Nerven auf Amazon.
**Für detaillierte Anweisungen zu diesen vier Methoden lesen Sie unseren Artikel: 4 Schritte, um Angst zu überwinden – 2024.