Viele Menschen entwickeln unbewusst eine Angststörung, die sich in verschiedenen Formen äußern kann. Zwei häufige Typen sind: der erste, bei dem Menschen sich über unangenehme Empfindungen sorgen, die durch empfindliche Nerven ausgelöst werden; der zweite, der durch schwierige Probleme, Konflikte oder überwältigende Gefühle wie Trauer, Schuld oder Scham entsteht.
( Bevor wir uns auf diese vier Schritte vorbereiten, sollten wir auch psychisch bereit sein. Wie gelingt diese mentale Vorbereitung? Lesen Sie dazu unseren Artikel: Drei Säulen: Arbeit, Mut und Glaube. )
1. Hauptsymptome der Angststörung und Nervosität
Die Symptome von Nervosität und Angststörungen beinhalten oft körperliche Beschwerden wie:
- Schlaflosigkeit und ständige Müdigkeit
- Bauchkrämpfe und Verdauungsprobleme
- Schnelles Herzklopfen und Schmerzen in der Brust
- Schwitzende Hände, Kribbeln in den Füßen
- Gefühl von Erstickung oder Druck in der Brust

Diese Symptome entstehen durch das Zusammenspiel von Angst und körperlicher Erregung und können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen.
2. Ursachen von Angst- und Panikstörungen
Die Ursachen von Panikattacken sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Konflikte, Trauer, Schuld oder Scham. Angstsymptome, auch die der Panikattacken, können nach belastenden Ereignissen wie dem Verlust eines geliebten Menschen oder emotionalen Krisen auftreten. Besonders die Angst, mit der Zukunft nicht zurechtzukommen, verstärkt diese Symptome.
Der Teufelskreis „Angst – Adrenalin – mehr Angst“ kann die Symptome verschärfen, was zu ständiger körperlicher und emotionaler Erregung führt und die Heilung erschwert.
3. Gründe für die Vernachlässigung der Behandlung von Angststörungen
Unverständnis über die Schwere der Symptome und die Angst vor der Zukunft hindern viele Menschen daran, Hilfe zu suchen. Anstatt sich der Angst zu stellen, neigen viele dazu, ihre Symptome zu verdrängen oder zu minimieren, was den Heilungsprozess verzögert und die Situation oft verschärft.

4. Selbsthilfe bei Angststörungen: Konfrontieren, Akzeptieren, Schweben, Warten
Die Behandlung von Angststörungen erfordert professionelle Unterstützung, jedoch gibt es wertvolle Selbsthilfeansätze, die die Heilung fördern können. Vier wesentliche Prinzipien – Konfrontieren, Akzeptieren, Schweben, Warten – spielen dabei eine Schlüsselrolle.
4.1 Konfrontieren: Sich der Angst stellen
Das Konfrontieren ist der erste Schritt zur Heilung. Es bedeutet, zu verstehen, dass Heilung durch innere Faktoren erreicht wird. Auch wenn externe Unterstützung und Anleitung wichtig sind, kommt es vor allem auf die eigene Anstrengung an – den Mut, sich dem zu stellen, wovor man Angst hat. Die Chance auf Heilung liegt genau in den Dingen, vor denen man Angst hat – sei es ein bestimmter Ort, eine Handlung oder eine Situation. Heilung kann nur aus einem selbst kommen und nicht durch eine dauerhafte äußere Kraft erreicht werden.
Sich der Angst zu stellen bedeutet auch, nicht auszuweichen. Es erfordert den Mut, der Sorge zu begegnen, dass die Angst möglicherweise intensiver wird. Vermeiden ist letztlich ein Weglaufen und kein Konfrontieren.
Die konkrete Vorgehensweise ist, die Angst durch wiederholtes Üben und bewusstes Zulassen zu überwinden, bis sie kein Problem mehr darstellt. Ein hilfreicher Gedanke für diese Übung könnte sein:
„Vielleicht bekomme ich jetzt keine Panik. Und selbst wenn es passiert, macht das nichts – ich schaffe das!„
Natürlich führt ein blindes Sich-Stellen ohne zusätzliche Maßnahmen oft nicht zum Ziel. Während wir uns der Angst stellen, sollten wir gleichzeitig…
4.2 Akzeptieren: Der Schlüssel zur Heilung
Nachdem man bereit ist, die Angst zu konfrontieren, besteht der nächste entscheidende Schritt in der Akzeptanz – dem eigentlichen Schlüssel zur Heilung. Der Kern dieses Schrittes liegt darin, den Körper so weit wie möglich zu entspannen und sich mutig den angstauslösenden Symptomen oder beängstigenden Erfahrungen hinzugeben. Dabei geht es darum, keine Angst vor der Angst zu haben und sich nicht unnötig zu verkrampfen.
Zu Beginn wird es schwerfallen, die körperlichen Symptome der Angst (und die Angst selbst) zu akzeptieren,
aber es ist wichtig, sich zu sagen: „Das ist nicht unmöglich, Angst ist nur eine vorübergehende Entladung.“
Vermeiden Sie es, sich der Angst mit einer starren Haltung zu widersetzen – das ist Geduld, keine Akzeptanz. Geduld ist selbst eine Form des Widerstands, und Widerstand führt zu Erschöpfung.
4.3 Schweben: Entspannung durch Akzeptanz
Schweben bedeutet, während der Entspannung aktiv zu bleiben, ohne sich unerreichbare Ziele zu setzen oder sich mit Zähnen und Klauen zu etwas zu zwingen. Der Übungsansatz ist folgender: Entspannen Sie sich so weit wie möglich und lassen Sie sich von der Vorstellung tragen, dass Ihr Körper wirklich vollständig entspannt ist. Atmen Sie tief ein und lassen Sie die Luft langsam wieder entweichen, während Sie sich vorstellen, dass Ihr Körper sanft nach vorne schwebt, ohne Widerstand, wie ein freies Schweben auf der Wasseroberfläche.
Ein begleitender Gedanke dabei ist: „Gut, ich werde mein Bestes tun, in Ruhe jede Aufgabe mit Gelassenheit zu erledigen und alles fließen zu lassen. Ich werde alle Symptome akzeptieren und sie zeigen lassen. Ich werde nicht nur weiter kämpfen, sondern anhalten.“
4.4 Warten: Geduld mit dem Heilungsprozess
Angststörungen, wie alle Krankheiten, benötigen Zeit zur Heilung. Es ist verständlich, dass Menschen mit Angststörungen schnell wieder gesund werden wollen, aber Ungeduld führt zu Nervosität, und Nervosität ist der größte Feind der Heilung. Die Zeit, die für die Heilung der Angststörung benötigt wird, hängt stark von der Sensibilität der Nerven und dem Zustand der eigenen Erholung ab. Wenn beispielsweise das familiäre Umfeld nicht förderlich ist, wird es mehr Zeit in Anspruch nehmen. Auch das Abschwächen der Erinnerungen an die Symptome der Angststörung braucht Zeit – wenn man an die Symptome von Nervosität denkt, wird der Körper mit entsprechenden Reaktionen reagieren, was einem das Gefühl gibt, dass alle bisherigen Bemühungen vergeblich waren.
Tatsächlich sind die Hindernisse, die durch solche Gedanken entstehen, die besten Lehrer und spielen eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Heilung. Denn sie ermöglichen es uns, innezuhalten und die Möglichkeit zu haben, immer wieder zu lernen und zu reflektieren.
In dieser Situation lautet der zu übende Gedanke: „Was ich früher überwunden habe, kann ich auch jetzt überwinden! Du weißt, dass diese Symptome eigentlich nicht von Bedeutung sind!“
Wenn wir genügend Übungen gemacht haben, um die Hindernisse der alten Gedanken zu überwinden, werden wir erkennen, dass unsere Nervosität nur eine „Sensibilisierung“ der Nerven ist, und das Gefühl, dass „die Symptome keine Bedeutung haben“, wird immer stärker und kommt immer schneller, während die Angst in unseren Erinnerungen langsam verschwindet.
Fazit: Selbsthilfe bei Angststörungen durch Akzeptanz, Loslassen und Warten
Die Selbsthilfe bei Angststörungen ist ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Durch Konfrontieren, Akzeptieren, Schweben, Warten kann jeder Schritt für Schritt die Kontrolle über seine Ängste zurückgewinnen. Diese grundlegenden Prinzipien sind auch in bekannten Ratgebern wie Selbsthilfe für Ihre Nerven von Dr. Claire Weekes zu finden. Sie fördern das Verständnis dafür, dass Angst eine vorübergehende Reaktion ist, die überwunden werden kann. Der Weg zur Heilung ist individuell und braucht Zeit, aber er ist für jeden erreichbar.