Im Leben sind Aufwand und Ertrag oft nicht im Gleichgewicht. Doch wenn wir genau hinsehen, erkennen wir, dass der Großteil unseres Erfolgs auf wenigen, entscheidenden Faktoren basiert. Das Pareto-Prinzip hilft uns, unseren Fokus auf das Wesentliche zu lenken. In der Vielzahl der Aufgaben gibt es immer solche, die wichtiger sind als andere – und unter diesen gibt es eine, die den größten Unterschied macht. Indem wir dieses Prinzip verstehen und anwenden, finden wir den direkten Weg zum Erfolg. Wenn wir uns verloren fühlen, können wir immer wieder zu diesem Prinzip zurückkehren und uns von ihm leiten lassen.
Im Folgenden werden Sie lesen:
1. Was ist das Pareto-Prinzip?
Richard Koch beschreibt es in seinem Buch Das 80/20-Prinzip so:
„Das 80/20-Prinzip besagt, dass eine kleine Anzahl von Ursachen, Inputs oder Anstrengungen oft den größten Teil der Ergebnisse, Outputs oder Erträge erzeugt.“
Erfolg ist ungleich verteilt. Kleine Ursachen können große Auswirkungen haben. Wer seine Ressourcen gezielt einsetzt, erzielt optimale Ergebnisse. Wer wahllos handelt, verschwendet Energie und Zeit.
Das Pareto-Prinzip zeigt uns eine klare Richtung: Die größten Erfolge entstehen aus wenigen, entscheidenden Handlungen. Manche Kunden sind wertvoller als andere, einige Schlüsselpersonen können den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflussen, und wenige Investitionen bestimmen den größten Teil des finanziellen Wachstums.

2. Schritt 1: Von der To-do-Liste zur Erfolgsliste
Der erste Schritt zur Anwendung des Pareto-Prinzips ist es, eine Erfolgsliste zu erstellen – statt einer To-do-Liste.
Viele Menschen führen To-do-Listen, um ihre Aufgaben zu organisieren. Die besonders Effizienten planen ihre Aufgaben sogar nach Tagen, Wochen oder Monaten. Doch das Abarbeiten von Listen führt nicht zwangsläufig zum Erfolg. Erfolg entsteht nicht durch das Erledigen vieler Aufgaben, sondern durch das Erledigen der richtigen Aufgaben.
Deshalb brauchen wir eine Erfolgsliste, die sich ausschließlich auf die wichtigsten Ziele konzentriert. So geht’s:
- Kategorisieren: Teilen Sie alle Aufgaben in zwei Gruppen: „Kann man tun“ und „Muss man tun“.
- Priorisieren: Ignorieren Sie alles, was nur „kann man tun“ ist. Die verbleibenden Aufgaben sind die entscheidenden – Ihre Erfolgsliste.
- Reduzieren: Auch diese Liste können Sie weiter verkleinern, bis nur noch eine einzige, wirklich wichtigste Aufgabe übrig bleibt. Das ist der Kern Ihrer Arbeit.
3. Schritt 2: Die vier Prinzipien der Umsetzung
Mit einer klaren Erfolgsliste geht es jetzt an die Umsetzung. Dabei sollten Sie vier grundlegende Prinzipien beachten:
- Reduzieren: Vermeiden Sie sinnlose Beschäftigungstaktiken und konzentrieren Sie sich auf die entscheidenden Maßnahmen. Jede Aktivität sollte auf das wichtigste Ziel ausgerichtet sein.
- Fokussieren: Wenn eine wichtige Aufgabe identifiziert ist, fragen Sie sich: „Was ist die entscheidende Handlung, die den größten Unterschied macht?“ Wiederholen Sie diese Frage, bis Sie den Kern der Aufgabe gefunden haben.
- Nein sagen: Schaffen Sie bewusst Freiräume für die wichtigste Aufgabe und sagen Sie „Nein“ zu unwichtigen Dingen oder verschieben Sie sie.
- Die To-do-Falle vermeiden: Nicht jede Aufgabe muss erledigt werden. Erfolg entsteht nicht durch das Abarbeiten von Listen, sondern durch das Erreichen des Wesentlichen.
4. Schritt 3: Erfolgreiche Gewohnheiten entwickeln
Viele Menschen glauben, dass Erfolg von eiserner Disziplin und unerschütterlicher Willenskraft abhängt. Doch das ist ein Trugschluss. Erfolg beruht nicht auf Disziplin, sondern auf den richtigen Gewohnheiten.
Wenn wir eine Aufgabe nicht erledigt haben, sagen wir oft: „Ich muss mich mehr anstrengen.“ Doch was wir wirklich brauchen, ist nicht mehr Anstrengung – sondern eine feste, produktive Routine.

Wie wird Erfolg zur Gewohnheit?
- Das richtige Ziel setzen: Erfolg entsteht, wenn wir die eine wichtigste Aufgabe identifizieren und ihr täglich Priorität einräumen.
- Gewohnheiten etablieren: Wenn wir eine Tätigkeit lange genug bewusst ausführen, wird sie zur Gewohnheit.
- Willenskraft überflüssig machen: Sobald eine Gewohnheit gefestigt ist, brauchen wir keine zusätzliche Willenskraft mehr – das Handeln erfolgt ganz automatisch.
Wenn wir unsere Zeit auf das Wesentliche fokussieren, wird von uns erwartet, dass wir diszipliniert sind. Doch in Wahrheit haben wir uns ein System geschaffen, das uns automatisch in die richtige Richtung führt. Unser Leben wird klarer und einfacher, weil wir genau wissen: Was ist wirklich wichtig – und was nicht?
Alle Ansichten in diesem Artikel stammen aus:
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